Kieferorthopädie
Früherkennung - Früh anfangen, damit das bleibende Gebiss gesund und schön wird.
Nicht immer nimmt die Gebissentwicklung der Kinder den erwünschten Gang. Unter Frühbehandlung versteht man die Behandlung bestimmter Fehlentwicklungen bereits im frühen Milchgebiss.
Eine kieferorthopädische Frühbehandlung im Milchgebiss ist notwendig,
- um richtiges Abbeißen und Kauen zu ermöglichen
- zur richtigen Aussprache gestörter S-und Z-Laute
- als Vorbeugung, damit Fehlfunktionen sich nicht verschlimmern
- um die Übertragung von Fehlstellungen auf das bleibende Gebiss zu vermeiden.
Schiefe Zähne müssen nicht sein!
Vorsorgeuntersuchungen und Frühbehandlung sind ab dem 4. Lebensjahr und zu Beginn des Zahn-wechsels im 6. und 7. Lebensjahr wichtig.
Früherkennungsuntersuchungen sind für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen kostenlos.
Behandlung bei Kindern und Jugendlichen
Die Behandlung von Kindern beginnt in der Regel in der zweiten Wechselgebissphase (9.-12.Lebensjahr) und kann sich bis zum Abschluss der Pubertät fortsetzen. In dieser Entwicklungsphase fallen die letzten Milchzähne im Seitenzahnbereich aus und werden durch die bleibenden Zähne ersetzt. Der Durchbruch der bleibenden Zähne sollte beobachtet und gegebenenfalls gelenkt werden, um Zahnfehlstellungen zu vermeiden.
Diese Zeit ist zudem geprägt durch gesteigertes Wachstum des Gesichtsschädels. Dieses kann im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung genutzt werden, um Größenmissverhältnisse der Kiefer auszugleichen, sowie ihre Stellung zueinander positiv zu beeinflussen.
Die Behandlung zu dieser Zeit erfolgt normalerweise mit herausnehmbaren Apparaturen. Diese können in Gestalt und Wirkungsweise unterschiedlich sein. Je nach Art des Gerätes können sie nicht nur Zähne und Kieferstellung beeinflussen, sondern auch die Kaumuskulatur harmonisieren und den Lippenschluss fördern.
Ist das bleibende Gebiss vollständig, können noch vorhandene Zahnfehlstellungen mittels einer festsitzenden Apparatur (Multiband-Bracket-Apparatur) korrigiert werden.

